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Wieviel Vorverstärker bekommt man für 115€?
Nachdem Carlos die Ursache für das Fehlverhalten seiner BlameES - Endstufe gefunden hat (zur Erinnerung: bei Volker spielt die BlameES seit Monaten
fehlerfrei und von Tag zu Tag schöner, jetzt sogar "fernbedienbar") - die Ursache war ein Defekt in Carlos' Ringkern-Transformator, der in gewissen Situationen die Regelkreise seiner Endstufe oszillieren liess:
Ein solches oszillierendes Signal (an der abfallenden Signalflanke - 20 KHz - Rechteck) sorgt dafür, daß innerhalb von 30 Sekunden entweder die Endstufen selbst oder die Treiber der Endstufen durchbrennen). habe ich meinen BlameES eingestellt:
und wollte ihn an meinem COWON Media-Player in Betrieb nehmen. Zu meiner großen Enttäuschung kam aus dem angeschlossenen Lautsprecher nur ein ganz klägliches Signal. Ein Blick in das Datenblatt des COWON erklärt warum: Amplitude des Ausgangssignals (an dem normalerweise ein Kopfhörer angeschlossen wird): 0.37V. Die BlameES Endstufe erwartet an ihrem Eingang jedoch eine Amplitude von > 1V. Ich benötige also einen Vorverstärker. ![]() Meine Prämissen an "meinen Vorverstärker" sind: - er soll seine Sache (mindestens) so gut machen wie ein Lew Markinson Vorarbeiter - er darf nur 1% des Lew Markinson kosten ![]() - er soll die wiedergegebene Hitliste drucken können ![]() Nach einer langen Zeit des Googlens bin ich auf ein brand-aktuelles DIY-Projekt von Stefan Dreyer gestossen.
Ich skizziere kurz seine Funktionalität: - das Herz des VV bildet ein Microcontroller PIC18F4550 der Fa. Microchip (der grosse 40-PIN Chip) - der Microcontroller ist bei der Auslieferung bereits mit einer "Boot-Software" ausgestattet, die ihn als USB-Device unter Windows erscheinen lässt - der µC steuert die Source-Wahl eines verbundenen Relais-Boards (in meiner Konfiguration: 8 Cinch-Eingänge) - der ausgewählte Eingang wird durch einen 2-Kanal Operationsverstärker (ich habe sowohl den OPA2132 als auch den AD823AN zur Auswahl) individuell, natürlich gesteuert durch den µC - verstärkt (der kleine, 8-PIN Chip) - die Lautstärke des verstärkten Eingangssignals wird durch den BurrBrown Chip PGA2311 - man glaubt es kaum: natürlich auch durch den µC gesteuert - geregelt der mittlere, 16-PIN Chip) - die "Programmierung" der Funktionen geschieht über einen Drehimpulsgeber - die Source-Auswahl und Lautstärkeregelung (incl. Mute) sind über einen Infrarotchip fernbedienbar - die Anzeige der Funktion, des gewählten Kanals, ... geschieht über ein 2 x 16 Zeichen LCD - Display - die Firmware zur Steuerung der Funktionalität des VV stellt Stefan Dreyer als Download bereit Im Vergleich zu Volker's Pro-Ject Pre Box, auf die ich einen Blick im geöffneten Zustand geworfen habe, lesen sich die Ausstattungsmerkmale von Stefan Dreyer's VV wie das "Who-Is-Who" des aktuell Machbaren. (Volker: nimm' dir bitte den letzten Satz nicht zu Herzen. Wer weiß, ob ich "meinen VV" jemals "ans Fliegen bekomme" und wie er klingen wird.) Für 115€ habe ich diesen Gegenwert:
- 2 absolut professionell erstellte, durchkontaktierte, kaschierte Boards (das Controller- und das Relais-Board) - den µC - 2 OP-Amps (wobei ich vor allen Dingen auf den AD823AN ("King of the Ops"?) gespannt bin - den BurrBrown Lautstärke-Regler Chip - sämtliche benötigten passiven Bauteile einschl. 2 Print-Trafos - das HD44780 - kompatible LCD - Display Jetzt muß ich nur noch ein paar Stunden löten und dann ... ![]() ... meine Höreindrücke von meinem Lew Markinson dokumentieren.Viele Grüße - Charlie_W. ![]() Geändert von TorstenAdam (05.04.2010 um 20:29 Uhr). |
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Nach 6 Stunden Löten:
Das "Zielwasser" ist fast aufgebraucht, die Augen sind vom permanenten "Scharf-Gucken" ein wenig gestresst: Das Relais-Board mit seinen 8 Eingängen und das Controller-Board sind fertig gelötet! ![]() Jetzt heisst es "Warten auf Reichelt": auf einen Print-Trafo, Crimp-Buchsen und Schrumpfschlauch. Falls die "In-Betriebnahme" so funktioniert, wie sie soll, ist es mir natürlich ein großes Vergnügen, die klanglichen Fähigkeiten dieses DIY - VV unter Beweis zu stellen, z.B. an Volker's BlameES, im direkten Vergleich zum Pro-Ject Pre.. Ich bin selbst sehr gespannt - Charlie_W. ![]() Geändert von Charlie_Waldschrat (29.03.2010 um 19:09 Uhr). |
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Jörg,
den PIC18F4550 mal eben auf USB-Device - Kompatibilität getrimmt?! ![]() Springt dein Herz da nicht ein Stockwerk höher? Viele Grüße - Charlie_W. ![]() P.S.: Das halbe Glas Cola (mit ??) habe ich nur aus Authentizitäts-Gründen mit auf dem Foto abgebildet. Geändert von Charlie_Waldschrat (29.03.2010 um 21:17 Uhr). |
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Zitat:
![]() Im Ernst: Das "dicke" Teil kommt mir etwas übertrieben vor, oder braucht das Design so viele Pins? Ansonsten bastele ich meine Sachen ja genauso. Einen VV hätte ich auch mit Relais, Controller, PGA2310, OpAmp, Infrarotempfänger, Drehencoder und Display gebaut. Jörg |
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@Rainer:
Warum ich dir heute die URL mit den "NAIM - Vintage - Bildern" geschickt habe: Guck' dir mal dieses Foto an:
Ich rechne wie ein Bekloppter den Temperaturkoeffizienten für den Kühlkörper meiner "SUPERNAIT - Killer - Endstufe " aus - und was macht NAIM selbst? Setzt die Endstufen auf ein minimales ALU - U-Profil. (Ist ein NAP140). NAIM - das scheint doch etwas Besonderes zu sein. Vor allen Dingen: "Keep it easy!". Best regards - Charlie_Waldschrat ![]() |
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