|
Der Spannungsteiler sollte auf jeden Fall niederohmiger sein, damit die Endstufe ihn nur wenig beeinträchtigt. Denn dabei den Eingangswiderstand der Endstufe mit einkalkulieren zu müssen ist keine gute Idee. Der kann frequenzabhängig sein und alles mögliche.
Ist eine ähnliche Gratwanderung wie bei passiven Vorstufen, soll gegenüber der Quelle nicht zu niederohmig sein, jedoch gegenüber der Senke nicht zu hochohmig. Also was im Bereich dazwischen. Franz hatte doch neulich einen Link auf so Abschwächer-Zwischenstöpsel gepostet?
Allgemein wird versucht, die Impedanz einer Quelle möglichst niedrig zu haben. Dann ist sie "steif" gegenüber angeschlossenen Kabeln und Geräten, läßt sich davon wenig beeinträchtigen. Üblich sind < 100 Ohm.
Eine Senke hingegen macht man hochohmig, damit sie die Quelle möglichst wenig belastet und somit beeinträchtigt. Üblich sind >10000 Ohm. Absichtlich nicht zu hochohmig, damit offene Eingänge sich nicht zuviel einfangen.
Exkurs: Bei HF-Verbindungen hingegen gelten andere Gesetze, da macht man die Impedanzen gleich, damit es keine Reflektion an den Enden gibt. Das nennt man dann Impedanzanpassung. Auch das Kabel hat dann diese Impedanz, als Wellenwiderstand. Das ist der Widerstand, den die Quelle "sieht" wenn das Signal noch gar nicht hinten angekommen ist. Man kann Kabel so bauen, das Impedanz und Kapazitätsbelag sich gegenseitig aufheben, was dann übrig bleibt ist dieser Wellenwiderstand.
Jörg
Geändert von [IDC]Dragon (11.03.2010 um 06:53 Uhr).
|